SCH oder SCH?

SCH oder SCH?

Ja, euer Vize ist ein Wortspieler. Und wieder hat es mich gepackt, nachdem ich die tollen Berichte von Jimmy sehen und studieren durfte. SCH oder SCH? Was soll das? Vielleicht hast du es soeben rausgefunden angesichts der Thematik, die grade aktuell ist. Ok - ich löse auf:

Manchmal kamen mir hinter meinem Bildschirm Gedanken, wo ich jetzt lieber sein wollte, wenn ich zwischen SCH und SCH wählen könnte. Dazu habe ich auch gleich mal die Wetterprognosen beider Länder herbeigezogen. Die Grafiken sehen eigentlich ähnlich aus, aber irgendwie mit anderen Botschaften.

 

 

Dazu ein kleiner Ausblick:

 

ZÜRICH, 17. August 2023, 12:55 Uhr.  Meine Wohnung ist klein und beschaulich und steckt inmitten eines Häusermeers. Na ja, Zürich ist die Stadt der 3 Meere: 1 x ein Häusermeer, 1 x am Abend ein Lichtermeer und wenn die Lichter ausgehen - 1 x nichts «meer». Nun, die steilen, nichtssagenden Betonwände gegenüberliegender Gebäude haben sich zur Mittagszeit wieder mächtig mit CELSIUS aufgeladen und ihr Gut bereitwillig an ihre Nachbarn abstrahlen. Meine Wohnung hat nur drei Fenster, die allesamt in EINE Richtung ausgerichtet sind. An ein Durchlüften ist nicht zu denken - lieber Rolläden runter, Fenster schliessen und die deutlich niedrige Restwärme der Nacht speichern.

Aber nein, da sind doch meine Blumen, die das Tageslicht so lieben, da ist meine Haut und meine Stimmung, die das Sonnenlicht gradezu in sich aufsaugen. Also mache ich aus meiner Wohnung keine Dunkelfeldhöhle, dafür eine Bruthölle. Hatte ich erwähnt, dass alle drei Fenster noch in einen Innenhof gerichtet sind, der weder Wind noch Schatten kennt?

 

Also was tu ich so kompliziert, ich könnte ja mal raus, einen Spaziergang machen und dabei vielleicht ein italienisches Eis geniessen. Gesagt - getan. Doch kaum trat ich zum Haus raus, schlug mir ein Gefühl ins Gesicht, dass ich von einer Landung in Brisbane Australien kenne - die Flugzeugtüre öffnete sich und mir schlugen 42 Grad Sonnenstrahlen in meine Lunge. Ich fragte die Stewardess, ob es sich bei diesem Flugzeug um einen Retourflug handelt. Aber lassen wir das.

Zum Haus raus und schnurstracks in die Gelateria 657 Schritte weiter weg. 657 Male schlugen mir extreme Windböen auf meine Brust, bis ich realisierte, dass ich es selbst war, der mit ein paar Grad Celsius haderte. Selbst Klimaaktivisten kleben sich nicht mehr auf den Asphalt - ich frage mich warum?

Endlich in der Gelateria angekommen nahm ich mein geliebtes Cornet entgegen - doch, meine Zunge berührte noch nicht mal dessen Rand, als ein kleiner verdächtiger Glacestrom über meine Hand lief, während eine unachtsame Bewegung dafür sorgte, den grossen Rest auf dem Teer zur Landung zu zwingen (...auch das Hudson River Manöver genannt) - vielleicht jetzt eine Chance für Klimaaktivisten? Ich fragte die Dame, ob ich das zweite Glace im Laden essen dürfe, da ich mir mehr Erfolgschancen ausrechnete. Und so war es dann.

Die zweiten 657 Schritte zurück bereiten mir noch mehr freundliche Erinnerungen daran, dass das Wetter bei uns einfach besser ist als in Schottland. Doch fühlte ich mich deswegen besser? Jimmy schrieb immer wieder mal von «feuchten Stellen», wenn er unterwegs war. Beim Lesen fand ich das nicht so toll - doch jetzt habe ich irgendwie eine andere Meinung dazu:

 

DOCH - ICH WILL JETZT IN SCHOTTLAND SEIN - da ist es jetzt viel kühler!

Lieber Jimmy, deine Berichte sind immer eine ERFRISCHUNG - weiter so, auch wenn du ja gleich wieder bei uns bist und dir vielleicht dieselben komischen Fragen in den Sinn kommen wie mir. Ich glaube im Namen alle BforH Performer zu sprechen, dass wir dir eine gute Heimreise wünschen. Komm gesund und «braungebrannt» wieder zurück.

 

Dr Vize